Nervenschlacht in Stuttgart: Eagles behaupten sich in Offensivduell gegen Scorpions

Die Reutlingen Eagles feiern den dritten Sieg im dritten Saisonspiel der Football-Regionalliga Südwest. Bei den Stuttgart Scorpions setzt sich das Team nach über dreieinhalb Stunden in einer intensiven Offensivpartie mit 47:36 durch – und behauptet damit seine makellose Bilanz in einer immer ausgeglicheneren Liga.

Nervenschlacht auf der Waldau – Eagles setzen sich durch

Nach mehr als dreieinhalb Stunden Spielzeit war der dritte Saisonsieg im dritten Spiel für die Reutlingen Eagles unter Dach und Fach. Der 47:36-Auswärtserfolg (7:0, 12:14, 14:8, 14:14) bei den Stuttgart Scorpions entwickelte sich zu einem hart umkämpften Stück Arbeit und einer emotionalen Nervenschlacht für alle Beteiligten: Spieler, Trainer, Betreuer und Zuschauer gleichermaßen. „Wir sind natürlich überglücklich über unseren dritten Sieg in Folge. Das Spiel hat gezeigt, dass die Liga insgesamt enger zusammengerückt ist und man in jedem Spiel alles in die Waagschale werfen muss, um am Ende erfolgreich zu sein“, sagte Eagles-Head-Coach Michael Häring.

Heimspielatmosphäre trotz Auswärtsspiel

Vor mehr als 500 Zuschauern, darunter ein großer Reutlinger Fanblock, herrschte auf dem Kunstrasenplatz auf der Waldau neben dem Gazi-Stadion nahezu Heimspielstimmung für die Eagles. Die Achalmstädter mussten dabei personell einen herben Engpass verkraften: Gleich sieben Stammkräfte fehlten verletzungsbedingt in der Defensive. Für zusätzliche Kadertiefe reaktivierte das Team Kai Singer, der sich eigentlich auf die Olympischen Spiele 2028 im Flag Football fokussiert und nicht mehr im regulären Tackle-Team aktiv ist.

Lauber führt Eagles-Offense an

Der Mann des Spiels auf Reutlinger Seite war Running Back Pascal Lauber. Der 35-jährige Routinier eröffnete das Punkte-Festival mit einem kurzen Touchdown-Lauf in die Endzone der Scorpions im ersten Viertel. Der Extrapunkt von Marvin Zweig, wie alle weiteren ebenfalls sicher verwandelt, bedeutete die 7:0-Führung.

Auch im zweiten Abschnitt kontrollierten die Eagles zunächst das Geschehen: Lauber erhöhte per Sechs-Yard-Touchdownlauf, ergänzt durch einen erfolgreichen 32-Yard-Field-Goal-Versuch von Marvin Zweig sowie einen Safety. Kurz vor der Pause schlugen jedoch die Gastgeber zweimal zurück, sodass Reutlingen nur mit einer knappen 19:14-Führung in die Halbzeit ging.

Offensivschlacht bis in die Schlussminuten

Im dritten Viertel blieb das Spiel hochklassig und offensiv geprägt. Erneut war es Pascal Lauber mit einem starken 41-Yard-Lauf, ehe Lukas Rometsch per 9-Yard-Lauf nachlegte. Stuttgart blieb jedoch gefährlich und verkürzte nach einer Unachtsamkeit in der Eagles-Defensive mit einem 50-Yard-Pass inklusive Two-Point-Conversion auf 22:33.

Im letzten Abschnitt setzte Lauber mit seinem vierten Touchdown endgültig ein Ausrufezeichen. Die Scorpions antworteten zwar erneut mit einem langen Touchdown-Pass, doch Eagles-Quarterback Jackson Burkhalter fand anschließend Mike Wortmann mit einem 17-Yard-Pass in der Endzone. Zwar kamen die Gastgeber nochmals heran, doch die Eagles brachten den 47:36-Erfolg über die Zeit.

Blick nach vorne: Topspiel gegen Leonberg

„Es war ein extrem körperliches Spiel, beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Wir haben ein paar Fehler zu viel gemacht, das müssen wir abstellen. Jetzt nutzen wir die Woche zur Regeneration und bereiten uns auf das nächste schwere Spiel vor“, bilanzierte Häring der wahrscheinlich auf Janis Hackenberg in der nächste Zeit verzichten muss, aufgrund einer Verletzung. Am 16. Mai empfangen die Eagles im heimischen Kreuzeichestadion die ebenfalls ungeschlagenen Leonberg Alligators, ein echtes Spitzenspiel um die Tabellenführung. (gio)

 

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