Tauberfranken zu stark – Eagles  2 setzen späten Schlusspunkt

Am dritten Spieltag der Football-Kreisliga Baden-Württemberg mussten die Reutlingen Eagles 2 auf dem heimischen Kunstrasenplatz, liebevoll auch „Eagles Nest“ genannt, eine deutliche Niederlage hinnehmen. Gegen ein dominantes Tauberfranken Wolfpack fanden die Gastgeber erst spät ins Spiel und unterlagen am Ende deutlich mit 6:41.

Moral bis zum Schluss bleibt intakt

Vor allem die Moral stimmte bei den Reutlinger Footballern jedoch bis zum Schluss: Auch in der Schlussphase kämpften die Eagles unermüdlich weiter, hielten dagegen und versuchten, sich trotz des klaren Spielstands nicht aufzugeben. Einzelne gelungene Aktionen sorgten dabei immer wieder für Applaus im „Eagles Nest“, und der Touchdown von Lars Schneider brachte die knapp 200 Zuschauer in der Schlussphase noch einmal richtig zum Jubeln und sorgte für spürbare und anerkennende Stimmung auf den Rängen.

Defensivschlacht im ersten Viertel

Doch von vorne: Das erste Viertel entwickelte sich bei frühlingshaften, sonnigen Temperaturen an der Reutlinger Kreuzeiche zu einer echten Abwehrschlacht aus Sicht der Eagles. Die Gäste aus Bad Mergentheim reisten zwar nur mit einem kleinen Kader an – darunter auch eine Spielerin –, brachten jedoch viel Routine und Erfahrung mit, da mehrere Akteure bereits auf höherem Niveau gespielt haben. Genau das war dem Wolfpack auch anzumerken: Die Offense agierte abgeklärt, setzte konsequent auf das Laufspiel und erzielte dadurch kontinuierlich Raumgewinn. Doch auch die Defensive der Eagles hielt stark dagegen und stoppte die Angriffsserien der Gäste mehrfach – teils nur wenige Yards vor der eigenen Endzone, besonders kurz vor der Viertelpause. Auf Seiten der Reutlinger Offensive lief dagegen nur wenig zusammen. In der Regel war nach vier Versuchen bereits Schluss, sodass das Angriffsrecht immer wieder schnell an das Wolfpack zurückging.

Wolfpack zieht im zweiten Viertel davon

Im zweiten Viertel zogen die Gäste spürbar an und übernahmen endgültig die Kontrolle, vor allem im Laufspiel. Mit insgesamt vier Touchdowns (dreimal Lauf- und ein Pass) stellte das Wolfpack schon zur Pause auf eine komfortable 28:0-Führung. Den Eagles gelang offensiv sehr wenig, geprägt war das Spiel von einigen einfachen und teilweise unnötigen Ballverlusten.

Umstellungen zur Halbzeit zeigen Wirkung

Zur Halbzeit reagierte Eagles-Head-Coach Nils Bayer mit mehreren Umstellungen. Safety Ramon Soltic übernahm zusätzlich die Quarterback-Position, wodurch das Offensivspiel der Reutlinger zunehmend mehr Struktur und Tempo erhielt.

Erste Offensivakzente bleiben unbelohnt

Ein erstes Ausrufezeichen setzte ein starker 35-Yard-Pass von Soltic auf Martin Vollmer, der den Ball spektakulär aus der Luft pflückte. Die Aktion wurde von den rund 200 Zuschauern im „Eagles Nest“ mit lautem Applaus und deutlich spürbarem Jubel gefeiert. Erstmals schien auch ein Punkteerfolg in Reichweite, der anschließende Field-Goal-Versuch verfehlte die Stangen jedoch nur hauchdünn.

Wolfpack bleibt effizient

Die Gäste aus Bad Mergentheim taten sich in der Offensive nun sichtbar schwerer, fanden aber dennoch zweimal über das Laufspiel den Weg in die Endzone und bauten die Führung zwischenzeitlich auf 41:0 aus.

Eagles belohnen sich im Schlussviertel

Wer glaubte, die Eagles würden sich nun aufgeben, wurde eines Besseren belehrt. Im Gegenteil: Im Schlussviertel legten die Reutlinger noch einmal eine deutliche Schippe drauf und wollten im dritten Saisonspiel nicht erneut ohne Punkte bleiben – nach den Niederlagen gegen Leonberg (0:41, 0:12). Dieses Engagement wurde schließlich belohnt.

Soltic überzeugte nun mit guten Entscheidungen zwischen Pass- und Laufspiel und brachte sein Team so immer wieder nach vorne. Kurz vor der Endzone der Tauberfranken angekommen, war es schließlich Urs Schneider, der nach einer Übergabe den Weg durch die gegnerische Defensive fand und zum Touchdown in die Endzone lief – 6:41 aus Sicht der Eagles II.

Ausblick auf das nächste Spiel

Die anschließende Two-Point-Conversion blieb zwar ohne Erfolg, tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch. Am Ende stand ein verdienter 41:6-Auswärtssieg für das Tauberfranken Wolfpack, doch die Reutlingen Eagles II bewiesen Moral, Kampfgeist und können auf dieser Einstellung für die kommende Aufgabe am 9. Mai gegen die Balingen Bucks aufbauen.

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