Am Sonntag empfingen die Eagles die Hunters aus Heidelberg zum letzten Heimspiel der Saison. Der Tabellendritte aus Heidelberg reiste als klarer Favorit an und wurde dieser Rolle auch über die gesamte Spielzeit gerecht. Bei Temperaturen um die 30 Grad verfolgten etwas mehr als 200 Footballbegeisterte das Geschehen in Degerschlacht, wieder ein großer Erfolg für das Management der Eagles unter Andreas Buck.

Dass die Hunters kein einfacher Gegner werden würden war Headcoach Patrick Strecker schon vor dem Kickoff klar. Wie schon im letzten Heimspiel schwor er seine Eagles darauf ein dem Favoriten auf eigenem Feld ein Bein stellen zu wollen. Schon früh dominierten die favorisierten Heidelberger. Die Reutlinger hatten zwar zuerst das Angriffsrecht erhalten, konnten aber kaum Yards machen und mussten schon nach drei Versuchen wieder vom Feld. Gegen Michael Härings Defense war das Heidelberger Laufspiel zwar in Sachen Raumgewinn erfolgreich, aber wie schon so oft konnte die starke Defensive Punkte verhindern. Im ersten Viertel wiederholte sich dieses Szenario mehrmals. Drei Versuche der Eagles Offense, Ballbesitzwechsel und dann sog. „bend but not break“- Spiel der Defensive, bei dem zwar immer wieder Raumgewinn zugelassen wurde, aber es kam nie zum großen Big Play der Hunters. Erst kurz vor dem ersten Seitenwechsel konnten die Heidelberger durch ihren starken Kicker mit einem Field Goal die ersten drei Punkte einfahren.

Auch im zweiten Viertel war die Offensivabteilung der Eagles den Hunters deutlich unterlegen. Die Ausfälle auf der Running Back Position schwächten das sonst so energische Laufspiel der Reutlinger enorm. Somit musste man auf das Passspiel setzten, das höhere Gefahren mit sich bringt, da Bälle leichter abgefangen werden können. Zwar vermied Quaterback Benny Kontraci solche Interceptions durch intelligentes Spiel, konnte aber leider auch keine First Downs erzielen. Währenddessen setzte die Hitze und die nur kurzen Pausen der Defensive der Eagles deutlich zu. Die Hunters blieben ihrem harten Laufspiel treu und kamen so zum ersten Touchdown des Spiels. Beim Stand von 10:0 musste die Offense wieder nach drei Versuchen vom Feld, doch dann hatte die Stunde von Jo Spielvogel geschlagen. An der 35 Yard Linie fing der Reutlinger Cornerback einen Passversuch des Heidelberger Quaterbacks ab und lief den Ball zum Touchdown in die Endzone. Den Extrapunkt konnte der angeschlagene Kicker Kai Singer nicht verwandeln. Sich wieder auf ihr Laufspiel konzentrierend erhöhten die Gäste noch vor der Pause durch einen weiteren Touchdown zum 17:06.

Nach einer dringend benötigten Pause kehrten die Reutlinger Defensivspieler mit frischen Kräften auf das Feld zurück. Wieder wurde nach einem langen, kräftezehrenden Drive Heidelberg gezwungen ein Field Goal zu schießen. Auch in Hälfte zwei war erst einmal keine Verbesserung der Offensivleistung der Eagles zu sehen und so musste die Defensivabteilung auch weiterhin die Hauptlast des Spiels tragen. Deutliche Ermüdungserscheinungen waren nun zu sehen und so konnte Heidelberg mit einem weiteren Touchdownlauf, gegen, nach dem Ausfall von Zeno Scheffel, nun auch personell geschwächte Eagles, auf 26:6 erhöhen. Das Ende des dritten Viertels war dann symptomatisch für das schlechte Offensivspiel der Reutlinger. Nach einem eigentlich starken Run mit ordentlich Raumgewinn verlor man den Ball und die gegnerische Defensive sicherte den Turnover.

Zu Beginn des vierten Viertels kann dann Heidelberg das gewonnene Angriffsrecht nutzen und durch einen weiteren Touchdown Lauf auf 33:6 erhöhen. Es war im folgenden Drive, dass die Reutlinger Offensive zu ihrem ersten First Down gelangte, dann aber nach drei weiteren Versuchen den Ball doch wieder abgeben musste. Heidelberg stellte nun vermehrt auf ihr Passspiel um und erzielte so das 40:6. Nachdem die Eagles Defensive den nächsten Drive früh gestoppt hatte hielt sie auch ein weiteres Mal stand und lies nur ein Field Goal für die Hunters zu. In den letzten Minuten des Spiels konnte dann die Reutlinger Offensive für etwas Ergebniskorrektur sorgen. Ein schöner, langer Pass auf Rene Bahl sorgte für ein neues First Down, ehe ein Pass über 40 Yards von Quarterback Benny Kontraci auf Wide Receiver Marcel von Lipinski zum Big Play und dem einzigen offensiven Touchdown der Eagles führte. Der Extrapunkt konnte nach schlechtem Snap, trotz heroischer Rettungsaktion des Reutlinger Kickers Kai Singer, nicht zu Punkten verwandelt werden. Somit lautete der Endstand 43:12 für die Gäste.

Auch wenn die Reutlinger in ihrer ersten Saison gegen erfahrene Heidelberger Lehrgeld zahlen mussten war der Saisonabschluss der Eagles wieder ein toller Footballtag. Die Eagles wollen sich herzlich beim Catering Team, das die ganze Saison über gute Arbeit geleistet hat, und den vielen Helfern an der Sideline bedanken. Ohne sie und der Regie von Andreas Buck und Markus Rataj hätten die Heimspiele nicht in dieser Form stattfinden können.

Ebenso bedanken wir uns bei den überaus fairen Gegner aus Heidelberg.

Am kommenden Samstag spielen die Reutlingen Eagles ihr letztes Auswärtsspiel des Jahres 2016. Zum Regionalderby geht es zu den Bempflingen Renegades. Ab 16:00 Uhr kann man dort das Reutlinger Team lautstark unterstützen.

MVP Offense: Marcel von Lipinski: Der Wide Receiver arbeitete sich die gesamte Saison über mit guten Leistungen in der Aufstellung nach oben. Mit seinen ersten Catches in einem Spiel und dem langen Touchdown belohnte er sich und seinen Quaterback und war der Lichtblick im sonst düsteren Offensivspiel der Reutlinger.

MVP Defense: Max „Jaxmax“ Naumann. Der Safety der Eagles war der Stabilitätsgarant in der Eagles Defensive. Seine Tackles verhinderten regelmäßig Big Plays der Gegner und seine Führungseigenschaften auf und neben dem Feld ermöglichten den anderen Spielern ihre bestmögliche Leistung auf den Platz zu bringen.